Das kleine Cross-1x1

Das folgende ist eine sehr knappe Zusammenfassung von Simon Burneys "Cyclo-Cross", der englischsprachigen "Bibel" der Querfeldeinfahrer. Wer der englischen Sprache einigermaßen mächtig ist und sich für Cross und allem, was damit zusammenhängt, interessiert, sollte sich dieses Buch besorgen. ISBN-Nummer 1-884737-20-X, erschienen im VeloPress-Verlag. Es dürfte bei "normalen" Buchhändlern - je nach Dollarkurs - zwischen 20,- und 30,- Euro kosten. Am günstigsten und schnellsten ist es wohl bei Amazon oder einem anderen Buchversender zu bekommen, der auch in den Staaten beheimatet ist. Momentaner Amazon-Preis: ca. 16,- Euro.

Absteigen

Man muss aus drei Gründen vom Rad: vor nicht fahrbaren Anstiegen, vor fast fahrbaren Steigungen und vor Hindernissen. Vor nicht fahrbaren Anstiegen schalte man in den Gang, den man, oben angekommen, zum weiterfahren braucht. Das rechte Bein schwingt über den Sattel, der rechte Fuß wird zwischen Rahmen und linkem Bein durchgeführt. Sobald er den Boden berührt, klickt auch der linke Fuß aus dem Pedal. Es kann auch vor dem Ausklicken des rechten Fußes mit dem linken Fuß ausgeklickt und der Fuß auf dem linken Pedal "geparkt" werden. Dies empfiehlt sich vo allem, wenn man sich nicht ganz sicher ist, dass man auch zeitrichtig aus dem Pedal kommt. Der eigene Stolz sollte niemanden dazu verleiten, zu spät auskzuklicken - ein Sturz, schlimmstenfalls das Fahren vor ein Hindernis, ist unerfreulicher.
Die linke Hand liegt nach dem Absteigen auf dem Lenker, während die rechte das Körpergewicht auf das Oberrohr legt. Sobald man ins Laufen kommt, wird das Rad geschultert. Dabei ist darauf zu achten, dass der Sattel nicht unter der Achsel eingeklemmt wird. Es könnte sonst sein, dass das Rad nicht hoch genug gehoben werden kann und man an einem Hindernis hängen bleiben kann.
Fast fahrbare Steigungen sollten solange gefahren werden, bis man den Schwung verliert. Die restliche Geschwindigkeit wird dazu benutzt, wie oben beschrieben vom Rad abzusteigen und das Rad zu schultern. Viele Veranstalter bauen Hindernisse auf der Strecke auf um das Rennen spektakulärer zu machen und einfache Kurse schwieriger zu machen. Kurz vor dem Hindernis, welches mit normaler Geschwindigkeit angefahren wird, wird wie oben abgestiegen. Das Tempo wird aber möglichst beibehalten. Um das Rad leichter schultern zu können, ist es hilfreich, leicht die Vorderradbremse zu betätigen, da das Hinterrad ein wenig hochkommt und so leichter aufzunehmen ist. Nach dem Überspringen der Hindernisse springt man wieder auf das Rad. Man sollte dabei auf der Innenseite des Oberschenkels landen und auf den Sattel gleiten. Andere Landungen auf dem Sattel könnten mit Schmerzen verbunden sein...

Laufen mit dem Rad

Aufnehmen des Rades
Mit dem Schwung aus dem Fahren wird das Oberrohr auf die Schulter geworfen, große Fahrer greifen um das Steuerrohr den linken Bremshebel, kleinere Fahrer greifen unter dem Unterrohr durch und halten den Lenker. Die Körperhaltung sollte möglichst aufrecht sein, auf Anstiegen leicht nach vorne gebeugt.

Absetzen des Rades
Die rechte Hand greift an das Ober- oder Unterrohr, und lässt das Rad, gestützt von der linken Hand an Bremse oder Lenker, nach unten gleiten. Das Rad sollte nicht zu hart auf dem Boden aufsetzen, sonst holt man sich nur schmierige Finger, wenn die Kette abgesprungen ist - und Zeit kostet es auch noch.

Aufsteigen
Nach dem Absetzen des Rades läuft man noch eine, zwei Schritte nebenher, bis es wieder sicheren Bodenkontakt hat. Dann schwingt das rechte Bein über das Rad und - sofern man gut gezielt hat - landet man wieder auf dem Sattel. Alles andere könnte mit erheblichen Schmerzen verbunden sein. Günstigenfalls steht das rechte Pedal oben, so dass man sofort wieder einklicken kann und keinen Schwung verliert.