Dano´s DM Dilemma
Ja, auch in diesem Jahr war die Cross-DM nicht wirklich nach meinem Geschmack, aber so ist halt der Sport. Bevor das ganze Grauen breitgetreten wird, wollen wir, da literarisch wertvoll, den Spannungsbogen richtig aufziehen.

Cross DM in Strullendorf
Wie es sich bei Meisterschaften gehört, reist man rechtzeitig an um sich mit den Gegebenheiten gründlich vertraut zu machen. Nach einer unkomplizierten Anreise auf der linken Spur stand am Freitag Morgen bereits die erste Besichtigung der Runde an. Mein nervöses Klopfen auf dem digitalen Thermometer nützten nichts, da standen einfach -17°C. Mein Lächeln war sofort eingefroren und die Bremszüge auch, während ich den Kurs inspizierte.

Schöne, schnelle Runde mit Tücken
Die Strecke, welche ich aus den vergangen Jahren kannte, hatte der Veranstalter leicht modifiziert, technische Herausforderungen waren aber nicht vorhanden, wenn das Wetter nicht etwas dazu beigetragen hätte. Durch den Dauerfrost und den Schnee war die Strecke wesentlich anspruchsvoller geworden, was mir sehr gefiel. Man musste ständig schauen, was das Rad und man selber macht um nicht im Schnee oder in den Spurrillen den Adler zu machen.

Die ersten Entscheidungen
Am Samstag begannen nun die Spiele. Während ich mir beim offiziellen Training und unglaublichen Minusgraden noch den Kältetod holte, waren zur Mittagstagzeit fast angenehme Temperaturen. Es waren wirklich gute Rennen, wobei das U23-Rennen mit vielen Tempo- und Führungswechseln an Spannung nicht zu übertreffen war. Der Glückwunsch geht an alle Deutschen Meister, welche an diesem Tag die Besten waren und/ oder einfach mal Glück hatten.

Cross DM für TrengaDe
Da die älteren Herren an seniler Bettflucht leiden, mussten die Masters schon gegen 12.00Uhr auf die Runde. Armin Raible erwischte zwar einen guten Start, warf aber am Ende der Stargeraden die Kette vom Blatt und musste sich danach leider hinten einreihen. Seine darauffolgende Jagd auf die vorderen Plätze wurde durch einen Platten gestoppt. Zwar konnte Armin das Rad im Depot wechseln, aber der Schwung war raus. Mit Platz 13 war Armin unter Wert und unter seinen eigenen Erwartungen geblieben.

Mit Risiko zur Bodenprobe
Eins sollte klar sein: Wer bei diesen Bedingungen keinen Bodenkontakt hatte, hat entweder nichts riskiert oder ist Deutscher Meister geworden! Beim Rennen der Elite stand der Sieger mit Phillip Walsleben eigentlich fest, dahinter sollte es aber um die Wurst gehen. Mein Start war noch O.K, in der Startausgangskurve wurde ich aber eingebaut, so dass ich an Position 20 ins Gelände fuhr. Im Zielbereich konnte ich zwar schnell Positionen gutmachen, aber wirklich weit nach vorne ging es nicht.
Gegen Rennmitte lag ich an Position 12 und ich riskierte in machen Passagen zuviel, so dass eine Verfolgergruppe aufschließen konnte. Zwar gelang es mir immer wieder diesen Fahren zu enteilen, nach dem vierten Mal im Gehölz war aber Schluß, denn das Schaltwerk hing in den Speichen. Ist natürlich ärgerlich, wenn man nur noch 3 Runden hätte fahren müssen, aber das Rennen war das schlechteste meiner Saison, so dass sich meine Wut in Grenzen hielt.
Herr Walsleben holte sich den Meistertitel vor Rene Birkenfeld und Paul Voss, die in der letzen Runde durch Sturz die Plätze tauschten. Bei den Masters standen zwei Hamburger auf dem Podium. Jens Schwedler auf der eins und Robert Karrasch auf Platz drei.

Hier gibt es gefrorene Fotos zum Runterladen. Mit dabei auch mein Betreuer, welcher natürlich alles gab und genau wie ich, leider leer ausging. An dieser Stelle nochmals einen Dank an Hauke und den Sponsor TrengaDe, die die Zuversicht auch nie verlieren.:

Nächste Woche ist nun Finale zum Stevens-Cup in Appenbüttel. Dort werden wir nochmals zeigen, wie es eigentlich geht, das Rennfahren.

Dano