Das Finale des Deutschlandcups
Nachdem ich das Rennen in Herford auf Grund von akuter Unlust und mangelnder Plusgrade ausgelassen habe, ging es an diesem Sonntag nach Vechta ins Reiterstadion zum Finale des D-Cups. Die Moral stimmte, denn die Deutsche Meisterschaft naht.

Was war denn das?
Nachdem man die ganze Woche herrliches Winterwetter vorfand und schön trainieren konnte, zeigte sich der Sonntag etwas anders. Schneeregen, Regen und eine sich stets ändernde Streckenoberfläche waren in Vechta die Hauptbestandteile. Der bekannte Kurs hatte zwar ein paar neue Schleifen erhalten, die Herausforderung bestand aber darin, einfach mal auf dem Rad zu bleiben.

Der Show-down vor der DM
Fast alle Titelanwärter standen mit mir an der Linie bevor es die lange Startgerade hoch zum Stadion ging. Nachdem mich "Speiche" etwas aus dem Tritt gebracht hatte, konnte ich auf dem Stadionwall ein paar Positionen wieder gutmachen und sah mir dann das Favoritenfallen an. Auf dem gefroren Untergrund waren einige Kurven fahrbar, die anderen hingegen total vereist, so dass jeder Richtungswechsel spannend war. Zunächst ging Siggi Sickmüller auf´s Eis, danach stand Sebastian Hannöver schiebend im Weg und zuletzt nahm Paul Voß eine Bodenprobe. Ich konnte auf Platz 9 mit einer guten Linie und guten Reifen das Spiel beobachten.

Jetzt lief es
Nachdem ich mich hinter Sickmüller eingereiht hatte und meine kalten Hände nicht mehr spürte, ging es mit Zug weiter. Heute lief es einfach. Zwar konnte ich das Hinterrad nicht halten, aber ich kam immer besser mit diesen unwirklichen Bedingungen zurecht. Zunächst hängte ich einen Dänen ab, bevor 3 Runden vor Schluss zwei Stevens-Fahrer, Ole und Konrad, vor meinem Lenker auftauchten. Ich gab die letzten Runden nochmals alles und der Abstand wurde geringer. Leider erwischte ich dann eine Eisplatte, rutsche 5 Meter durch eine Pfütze und sah Platz 6 am Horizont verschwinden.

Mein Finale wurde doch spannend
Wieder auf dem Rad wurde es dann nochmals eng, da der Däne wieder am Hinterrad hing. Aber diesmal nicht mit mir, dachte ich so bei mir und beschleunigte immer zu aus jeder Kurve. Auf der Zielgeraden konnte ich dann noch den berühmten Meter retten und belegte am Ende Platz 8, bei diesen hochkarätigen Rennen bei dem Paul Voß (MILRAM) vor Christoph Pfingsten (Bianchi) und Yohannes Sickmüller (STEVENS) gewann. Der Gesamtsieg ging zu Yohannes bei der Elite und Jens Schwedler bei den Masters. Ich erreichte Platz 8 in der Gesamtwertung, was so ungefähr meinen zuvor gesetzten Erwartungen entspricht.

Hier gibt es noch weitere winterliche Fotos zum Runterladen: http://picasaweb.google.de/jungepetra

Nächste Woche steht nun das Rennen der Rennen an. Die Deutsche Meisterschaft findet in Strullendorf nahe Bamberg statt. Der Kurs ist bekannt, hoffe aber auf etwas bessere Streckenverhältnisse und erneuten Zug auf der Kette.

Dano