Zweimal Zweiter ist wohl Erster

Ja an diesem Wochenende hatten die Hamburger Veranstalter ordentlich was zu bieten, denn der Stevens-Cross-Cup machte in Appenbüttel und am Hummelsee Station. Beide Rennen sind als Trainingsrennen entstanden, wo Startnummer aus dem Kofferaum verteilt wurden. Nun stehen dort Zelte und Wurststände, Pärkplätze werden dagegen Mangelware

Appenbüttel
Während am Morgen der Himmel nur grau war, begann es pünktlich zum Start der Rennen zu Schneien oder zu Regnen. Es war wirklich kein schönes Wetter, was aber die Sportler nicht störte und zumindest in der Seniorenklasse das Starterfeld des Deutschlandcups überflügelte. Hier waren amtierende Meister und alte deutsche Meister am Start, welche versuchten auf den jetzt rutschigen Laub Grip zu finden. Am besten Tat dies natürlich der "alte" Elitemeister Jens Schwedler.

Guter Start aber falsche Reifen
In der Eliteklasse war das Feld zwar nicht ganz so hochklassig, aber mit Ole Quast (Stevens) war ein spannendes Rennen vorprogrammiert. Ich erwischte einen guten Start und ging als ersten in die schnelle Abfahrt. Mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit ging es auch gleich über beide Räder rutschend raus aus dem Pacour. Musste somit unfreiwillig einige Sportsfreunde ziehen lassen. Den Rest des Rennes verbrachte ich damit den nun führenden Barry Hayes (PRISMA) einzuholen. Zwar gelang mir das gegen Ende, aber am entscheidenen Anstieg fehlte der Grip und der Biss um dran zu bleiben. Es siegte also Barry vor mir und Herrn Jan Büchmann (PRISMA). Ole haben wir nie gesehen, da er gleich einen Platten hatte und deshalb schon früher bei Mama auf dem Sofo sitzen konnte.

Hummelsbüttel
Neuer Tag mit ähnlichen Wetter? Ich ging auf Nummer sicher und packte schon mal die Schlammreifen ein. Vormittags ging es noch auf eine lockere Trainingsrunde bevor ich meine Fotografin und meine Rentner einpackte und auf den letzten Drücker zum Hummelsee hastete. Das Wetter war zwar trocken, dennoch waren es gefühlte -20°C, zumindest an den Füßen. Die Runde war abwechslungsreich, da Wiesen, Wanderweg und zwei knifflige Anstiege mit einer längeren Abfahrt zu bewältigen waren. Grip war heute wieder gefragt.

Schneller Start und viele Überraschungen
Erneut konnte ich als Ersten ins Gelände biegen und auf der Ideallinie das Feld in die Länge ziehen. Ole Quast (Stevens), Michael Lutschwitz (PRISMA), Raoul Rothe (Lexxi Speedbike) schlossen auf und das Rennen konnte beginnen. Kurze Zeit später warf ich in der rutschigen Abfahrt die Kette runter und ich musste vom Rad um den Knoten zu entwirren. Natürlich warteten die anderen Jungs nicht auf mich. Also hieß es Kopf runter und beißen.

Es ging nach vorne
Zunächst konnte ich meine restlichen Begleiter abhängen, Michael erst drei Runden vor Schluß an den jetzt durch einsetzenden Regen aufgeweichten Anstieg. Danach kam langsam der einsam führende Ole in Sichtweite. Ich fuhr weiter mein hohes Tempo und konnte erneut am Anstieg die Lücke zu Ole schließen. Hatte einfach den besseren Grip in den matschigen Passagen. In der letzten Runde fuhren wir dann auf Angriff, den es hieß hier TrengaDe gegen Stevens. Ole wusste, dass ich am Berg besser zu recht kam, weshalb er geschickt die Räume eng machte. Kurz vor dem letzten Anstieg wollte ich eine andere Linie wählen um mit mehr Tempo an Ole vorbeizukommen. Dies ging richtig schief, da mir ein Baum vors Rad sprang den ich ungebremst rammte. Der Sieg war weg und mit schleifenden Vorderrad konnte ich den zweiten Rang noch vor Ole retten.

Hier gibt es noch kostenlose Fotos zum Runterladen http://picasaweb.google.de/jungepetra/RadCrossHummelsee#

Also waren es zwei zweite Plätze beim Cup, was mir eigentlich die Gesamtführung bescheren könnte. Wir werden es sehen, wenn die Gesamtwertung verfügbar ist. Nächste Woche geht es erneut um die Ehre, denn es stehen die Nordmeisterschaften in der Nähe von Kiel an. Hier werden wir sehen, wer der Schnellste im Norden ist.

Dano