U-Dano auf Schleichfahrt

Der D-Cup machte dieses Wochenende Station in Döhlau bei Hof. Das Wetter sah nicht wirklich danach aus, als ob es sinnvoll wäre quer durch die Republik zu fahren, dennoch zog es uns in den Osten. Am Freitag ging es in einer Schneelücke bis an den Harzrand um mit alten MTB'ler Schlachtpläne für die nächste Saison zu schmieden. Tags darauf ging es bei leichten Bodenfrost und Schneeschauern weiter nach Plauen.

Plattenbau in Plauen
Weil ich weiter an dem Geschichtsunterricht meiner Freundin teilnehmen dürfte, ging es nach Plauen, da dort einige nette historische Gegenstände wohnen. Manches sah wirklich toll aus, einige Straßenzeilen waren aber kurz vorm Einsturz, so dass ein zweigeteiltes Bild der Stadt in Erinnerung bleibt. Nett war unsere Unterkunft am Stadtrand. Der Prospekt versprach blühende Landschaften, die Realität zeigte uns eine Unterkunft in mitten von ca. 5000 Plattenbauwohnungen. Egal, das Rührei am Sonntag war mit Speck.

Der Kurs in Döhlau
Das Wetter war auch am Sonntag nicht wirklich schön. Es war bewölkt und der Boden begann leicht zu tauen. Auch wenn der Veranstalter den Start erst um 15:00Uhr Abends zum internationalen Rennen freigab, war es nicht wirklich durchgängig gefroren. Der unterschiedliche Untergrund mit gefrorenem Wanderweg und weicher Wiese war auch das einzig spannende auf der Runde. Nach der langen Startgeraden ging es im Dorf hoch zum Waldrand und von dort über den gefrorenen Weg auf die zerfahrene Wiese zurück in den Star-Zielbereich, wo wir noch kunstvoll den Sportplatz umrundeten.

Es waren Starter da
Obwohl es ein D-Cup Rennen war und zusätzlich noch UCI-Punkte vergeben würden, waren nur wenige Starter am Start. Ich rechnete mir deshalb eigentlich eine gute Platzierung aus. Nach dem Start sah es auch ganz gut für mich aus, aber ab Runde zwei ging es von Platz 6 zurück auf Platz 12, welche ich dann ungefährdet ins Ziel brachte. War auch kein Problem, da hinter mir kaum noch Fahrer waren. Bei mir lief es nicht, da die Kälte meinen sonst üblichen Vorwärtsdrang gefrieren ließ.

S-Männer uneinholbar
Die Jungs mit dem "S" auf der Brust siegten ohne Probleme mit Y. Sickmüller vor R. Birkenfeld und O. Quast. Danach folgten auf den Plätzen weitere Stevens-Jungs. Wo der Rest der deutschen Crosselite war, zeigt ein Blick auf die Ergebnisse der Trainingsserien. Warum der Deutsche Meister, der den Crosssport nach eigenen Angaben voranbringen möchte, nicht mal bei internationalen Rennen in Deutschland am Start steht, bleibt sein persönliches Geheimnis. Die Veranstaltung war insgesamt sehr mager, obwohl der Bayrische Rundfunk sogar das Fernsehen vorbeischickte.

Erfolge für Armin Raible
Mein Kollege machte es eindeutig besser als ich, denn er fuhr im Norden der Republik zwei Rennen um den Stevens-Crosscup, wobei er einmal siegte und beim zweiten Rennen auf Platz 2 landete. Das war natürlich taktisch etwas geschickter, als meine Weltreise mit der schlechten Punkteausbeute.

Falls Ihr weitere winterliche Eindrücke haben wollt, dann müsst Ihr rauf auf: http://picasaweb.google.de/jungepetra/RadCrossDHlau#

Nächste Woche machen wir es aber besser, denn dann stehen erneut zwei Läufe des S-Cross-Cups auf dem Kalender. Appelbüttel in Harburg und der Hummelsee werden dann angesteuert und hoffentlich werde ich da ein paar mehr Punkte ergattern.

Dano