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Ein kulturhistorisches Rennen
Denkt jetzt nicht, das sich die Überschrift auf das Crossrennen zum Deutschlandcup in Kleinmachnow bezieht, denn das wahre Leben fand am Sonntag statt. Dazu aber später erst mehr. Der Renntag zeigte sich relativ warm, trocken und der Kurs war wie immer schön eckig und sandig.
Der spielerische Europameister
Durch ein paar verpasste D-Cuprennen wurde ich in die zweite Reihe gestellt, was nicht weiter tragisch war, denn wir stellten uns mit Sebastian Hannöver direkt hinter den U23-Europameister Philipp Walsleben. Relativ gesittet machte sich das 70 Mann starke Feld auf. Ich erwischte einen sehr guten Start und reihte mich an Position 5 ein um die zahlreichen sandigen Berge zu erklimmen. Leider waren einige Fahrer der Meinung, dass sie schnell überholen müssten um vorne nichts zu verpassen. Denen wollte ich mich nicht in den Weg stellen und ließ Rene und Sebastian ziehen. Ganz vorne schaute sich Philipp das Rennen gelassen an, bevor er ernst machte.
Zu viert in der zweiten Gruppe
Während sich langsam die Spitzengruppe mit Philipp, Sebastian und Christoph Pfingsten herausbildete, versuchte Yannick Tiedt (Stevens) mit zwei Alpecin-Fahrern mir zu entkommen. Auf der Ebene gelang ihnen das meistens, aber am Berg hatte ich sie wieder. Das Spiel ging so lange gut, bis die beiden Alpecin-Jungs eine Bodenprobe nahmen und sich somit aus dem Rennen um Platz 10 verabschiedeten. Kurze Zeit später konnte ich dann auch Yannick abschütteln, der irgendwelche Probleme hatte.
Was geht noch nach vorne
Weiterhin voll motiviert ging es auf die letzten Runden, wo Platz 7 mit Finn Heitmann in Sichtweite kam. Ich versuchte nochmals alles zu geben, aber es wollte mir nicht wirklich gelingen den Abstand zu verringern. Da ich nach hinten ausreichend Luft hatte, fuhr ich die letzten Runden nicht auf Krampf, sondern eher auf Sicherheit. Es reichte mir, dass ich bereits beim Einfahren meine Carbonfelge und Reifen zerstört hatte. Ohne Probleme erreichte ich somit Rang 8, was bei der Besetzung ein gutes Ergebnis war. Gewonnen hat natürlich P. Walsleben, vor den beiden unerwartend starken Fahren Sebastian Hannöver und Christoph Pfingsten. Die Macht mit dem "S" auf der Brust ging diesmal komplett leer aus.
Klassentreffen
Da sich einige Schulkollegen nach Berlin verirrt haben, war nach dem Rennen ein Wiedersehen mit den Leuten aus meiner Jugend angesagt. Hört sich blöd an, aber es ist halt schon 18 Jahre her, wo wir gemeinsam sternhagelvoll auf dem Auladach saßen und die Welt verändern wollten. Natürlich wurde es ein lustiger Abend. Den Sonntag genoß ich dann im Museum und rannte um Jugendstilvasen und Art Deco Kaffeegeschirr rum. Die körperliche Belastung war ähnlich wie am Vortag.
Falls Ihr weitere Eindrücke haben wollt, dann müsst Ihr rauf auf: http://picasaweb.google.de/jungepetra/RadCrossKleinmachnow#
Am kommenden Wochenende geht es ähnlich weiter. Es werden wieder denkmalgeschützte Einrichtungen in Plauen angesteuert und am Sonntag das Rennen in Döhlau mitgenommen.
Dano
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