Quer gelesen

Damit das obige Foto auch zu den Rennen passt, erfolgen nun wieder Rennberichte zu der Crosssaison 2009/2010. Da die Rennen kürzer sind, sind auch die Berichte kürzer. Da wir alle sparen müssen und Geiz geil ist, werde ich in diesem Winter jeweils zwei Rennen in einen Bericht packen. Ihr habt mehr Spannung und weniger Blabla.

Der SKS-Deutschlandcup (1. Rennen)
Eigentlich wolte ich ja etwas Zeit ins Land gehen lassen, bevor ich wieder mit Startnummer an um die Ecken steche. Was soll man aber tun, wenn der Crossauftakt direkt vor der Haustür stattfindet? Man macht natürlich mit. Voller Hektik wurden die Schlauchreifen noch auf die Felgen geklebt, was mittelmäßig gelang. Danach ging es auf dem ungewohnten Rad zum Testen auf die Horner Jolly-Jumper-Pferdebahn.

Große Fahrermenge auf kleinem Kurs
Die Strecke in Horn musste nochmals modifiziert werden, da der Hamburger Senat denkt, dass ein Benutzen von Wanderwegen 5000,- Euro wert ist. Entsprechend dieser Frechheit verzog sich die Verstaltung ins Innenfeld, wo ein kurzer, unnatürlicher Kurs abgesteckt wurde. Es waren viele Richtungswechsel und Untergrundänderungen auf den 1.7km verteilt. Krönend kam der Sandkasten hinzu, welcher vier mal durchquert werden musste. Hier wurde auch mein Rennen entschieden.

Perfekter Start, doch was kam dann?
Ein für Crossrennen ungewöhnlich großes Feld mit über 70 Startern ging mit mir auf die endlose Startgerade. Durch die erste Schikane ging ich an Position 4, was erstaunlich weit vorne war, danach folgte eine Vollgasrunde, was ich anscheinend nicht verkraftete. Zunächst bog ich an Position 8 in die zweite Runde, bevor ich in Runde 4 irgendwo auf Platz 17 lag. Vorne waren alle weg und ich musste mich erstmal erholen.

Die zweite Rennhälfte
Diese Position gefiel mir gar nicht. Nachdem ich zwei Runden zum Atmen hatte und sah, dass ich im Sand einfach wesentlich stärker als die anderen war, gewann ich wieder etwas Selbstvertauen. Da noch 8 Runden zu fahren waren, versuchte ich mich von meiner Position nach vorne zu arbeiten. Stück für Stück wurden Fahrer eingeholt und überholt. Zum Schluß waren wir zu dritt, welche um Position 8 streiteten. Hier war wieder der alte "Dano" da, der nicht aufsteckte und diesen Platz sicherte. Der Sieg ging für Yohannes Sickmüller, Ole Quast und Finn Heitmann wohl in Ordnung. Ich hätte weiter vorne landen können, wenn ich nicht diesen schlechte Phase gehabt hätte. Aber, es war erst der Anfang der Saison.

1. Lauf Stevens-Cross-Cup (2. Rennen)
Im Pellens Park in Bremen wurde bei bestem Wetter und trockener Strecke, trotz Sturmtief, der Stevens-Cup gestartet. Hier war das Fahrerfeld zwar nur halb so groß, doch die Strecke war nicht so künstlich und es waren einige kleine Erhebungen zu bewältigen. Hier bin ich mal Meister geworden, so dass hier motiviert ins Rennen ging. Der Start verlief erneut gut, das Tempo war aber nicht ganz so hoch, so dass ich in der sofort entstanden 4-er Gruppe mitkurbeln konnte.

Spannendes Rennen
Auch wenn es ein hartes Stück Arbeit war, war es ein spannendes Rennen. Zunächst musste Enno Quast uns fahren lassen. Danach gelang es weder Sebastian Hannöver, noch Jan Brüchmann wirklich entscheidend zu enteilen. So fasste ich 4 Runden vor Schluß nochmals am Anstieg den Entschluß mal eine Runde voll durchzuziehen. Der Vorsprung war da. Sebastian konnte nicht folgen, Jan kämpfte und ich musste die verbleibende Runden noch bangen und alles geben. Es reichte nach dieser Stunde mit vielen Führungswechseln für mich und den ersten Saisonsieg. Hamburger sieg in Bremen ist immer gut.

Fotos gibt es hier